Wahlausschuss (4. Teil)

Der Wahlausschuss besteht aus sieben Mitgliedern, die von der Mitgliederversammlung auf drei Jahre gewählt werden. Aus der 20 Kandidaten umfassenden Liste haben es dann bei der letzten Abstimmung in 2011 Arthur Saager und Frank Arndt (beide Schalker Fanclub-Verband), Dr. Stephan Kleier (Ultras GE), Dennis Steckel (Supporters Club) und der in der Fanszene ebenfalls sehr aktive Günther Reipen in den Wahlausschuss geschafft. Die weiteren Plätze nehmen Birgit Feldbrügge und Prof. Dr. Eva-Maria Lewkowicz ein. Zum Vorsitzenden des Wahlausschusses wurde Dr. Stephan Kleier ernannt.

Die Jahre zuvor wurde der Vorsitz im Wahlausschuss durch die Ex-Frau eines Vorstandes bekleidet. Gemeint ist hier Prof. Dr. Eva-Maria Lewkowicz, die frühere Ehefrau von Peter Peters, Schalker Vorstandsmitglied seit 1994. Es wirkt in der Tat seltsam, dass Frau Lewkowicz über diejenigen potenziellen Aufsichtsräte urteilt, die später einmal die Arbeit ihres Ex-Mannes bewerten sollen. Ganz abgesehen davon, ob sich die beiden in Güte (oder eben auch nicht) getrennt haben: In anderen Industriezweigen – und auch im öffentlichen Dienst – wäre dieser Zustand nur schwerlich haltbar. Auf Schalke aber anscheinend schon.

Hinzukommt, dass gemäß § 6.3.1.1 unserer Satzung der Wahlausschuss im Rahmen seiner Entscheidungen jeweils ein Mitglied vom Vorstand und Ehrenrat anhören muss (!). Das ist wirklich erstaunlich, denn die Entscheidungen des Wahlausschusses sollten ja prinzipiell unabhängig getroffen werden. Eine Begründung, warum Vorstand und Ehrenrat hier einbezogen werden müssen, wird nicht genannt. Zudem sind die Entscheidungen des Wahlausschusses laut Satzung nicht zu begründen und unanfechtbar. Unser Vorstand darf also seine eigenen Kontrolleure quasi mitbestimmen.

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